Ten
Film Özeti
In „Ten“ (2002) von Abbas Kiarostami begleitet die Zuschauer eine junge Mutter, die sich auf eine Autofahrt durch das pulsierende Teheran begibt. Ein einfaches Ziel: das Schwimmbad. Doch was als alltägliche Routine beginnt, entwickelt sich schnell zu einem tiefen Einblick in ihre komplexe Gefühlswelt und die Herausforderungen, die das Leben für sie bereithält…
Die Protagonistin, gespielt von Mania Akbari, hat sich von ihrem Mann scheiden lassen. Während sie ihren Sohn im Auto hat, entfaltet sich ein Streit über den Vater des Jungen. „Wieso sollte ich ihm überhaupt alles erklären?“ fragt sie sich innerlich, während sie versuche, ihn gleichzeitig liebevoll zu erziehen. Man spürt die innere Zerrissenheit der Mutter – sie will stark sein, aber manchmal ist das Leben einfach zu krass…
Während dieser Autofahrt nimmt sie noch andere Frauen ins Auto – ihre Schwester, eine Freundin und auch Unbekannte, die sie auf der Straße aufpickt. Mit jeder neuen Mitfahrerin entfalten sich neue Gespräche über entscheidende Themen: Erziehung, Liebe, Religion und die nie endende Suche nach dem richtigen Weg. Diese Dialoge sind so ehrlich und nahbar, dass man das Gefühl hat, als würde man selbst am Steuer sitzen und mitdiskutieren…
Kiarostami erforscht in „Ten“ nicht nur die Herausforderungen, mit denen alle Frauen konfrontiert sind, sondern bietet auch einen faszinierenden Blick auf die iranische Gesellschaft. Wie oft haben wir uns schon gefragt, was das eigentlich bedeutet, Mutter zu sein, und was für ein Gewicht diese Rolle mit sich bringt? Durch die verschiedenen Perspektiven, die Kiarostami meisterhaft einfängt, wird der Film zu einem eindringlichen Porträt von Beziehungen – zwischen Müttern und Söhnen, Schwestern und Freunden…
Mit einer Laufzeit von 94 Minuten und einer Bewertung von 7.4 auf MUBI entführt „Ten“ uns in eine emotionale Achterbahnfahrt. Der Film ist ein Muss für jeden, der tiefgehende Geschichten aus dem Alltag sucht, die zum Nachdenken anregen und gleichzeitig die Schönheit und Verletzlichkeit des menschlichen Daseins zeigen. Ganz ehrlich: Es lohnt sich, die Reise anzutreten…
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