Corpo Celeste - Für den Himmel bestimmt
Film Özeti
In „Corpo Celeste – Für den Himmel bestimmt“ von Alice Rohrwacher erleben wir einen packenden Blick auf das Erwachsenwerden, das so viel mehr ist als nur der physische Wandel. Die Geschichte beginnt, als die 13-jährige Marta, gespielt von Yle Vianello, mit ihrer Familie von der Schweiz zurück nach Reggio Calabria zieht. Alter Schwede, was für ein Schritt! Diese Rückkehr in die Heimat ist für die kleine Protagonistin alles andere als einfach.
Die ersten Momente im neuen, alten Umfeld sind geprägt von einer tiefen Verwirrung und einem Gefühl der Fremdheit. Die katholische Kirche, die hier das Sagen hat, ist für Marta nicht nur präsent, sie wirkt auf sie wie ein strenger Richter, der die Regeln des Lebens diktiert. Das hat etwas Erdrückendes, fast schon Bedrohliches. Man kann das Unbehagen spüren, das sie empfindet, während sie versucht, ihren Platz in dieser ungewohnten Umgebung zu finden…
Es ist krass zu sehen, wie Rohrwacher die Unsicherheiten des Heranwachsens einfängt. Die körperlichen Veränderungen, die Marta durchlebt, sind nicht nur äußerlich, sie wirken sich ganz tief auf ihre Emotionen und Gedanken aus. Man fragt sich: Wo gehöre ich hin? Das Gefühl der Isolation wird verstärkt durch die trostlose Darstellung ihrer Heimat, die für Marta mehr und mehr wie eine Gefängniszelle erscheint.
Die Freundschaften, die sie knüpfen möchte, scheinen oft unerreichbar, und die Erwartungen der Erwachsenen scheinen unerfüllbar. Es gibt eine Szene, in der sie versucht, sich anzupassen, doch das Lächeln der anderen bleibt unerwidert… Man spürt richtig, wie die Isolation sie quält. Die eindrucksvolle Bildsprache von Rohrwacher fängt diese emotionale Lagestellung brillant ein und lässt einen als Zuschauer nachdenklich zurück.
„Corpo Celeste“ ist kein leichter Film, sondern ein eindringlicher und sensibler Ausdruck der Verwirrungen der Jugend. Die 99 Minuten, die man sich für diesen Film nimmt, sind wie eine Reise durch die Seele eines Mädchens, das darum kämpft, die eigenen Identität und ihren Platz im Leben zu finden. Ganz ehrlich, die schlichte Ehrfurcht, die dieser Film erzeugt, ist nicht von dieser Welt… Am 20.05.2011 feierte der Film Premiere und hat seitdem nichts von seiner Kraft verloren. Bereitet euch auf eine emotionale Achterbahnfahrt vor, die euch noch lange begleiten wird.
Yorumlar